Die Geschichte der Spielkarten

Mit Spielkarten ist es so wie mit vielen Gegenständen, die wir täglich benutzen. Wir sehen die Dinge als selbstverständlich an und wissen meistens nichts über deren Ursprung. Als Magier liegt es in meiner Natur hinter die Dinge steigen zu wollen und deshalb möchte ich euch hier einen kurzen Einblick über die Geschichte geben, die in diesem kleinen „Papierstapel“ steckt. Was für manche die Grundlage für ihren Pokerabend darstellt, stellt für mich ein „Multifunktionstool“ dar. Spielkarten sind für mich wie der Pinsel für den Maler und so einseitig Karten vielen auch vorkommen mögen, desto vielseitiger sind sie für mich. Sie sind ein Medium über das ich mich ausdrücken und repräsentieren kann.

Erstmals sollen Spielkarten im 12 Jh. in Ostasien entdeckt worden sein, da man in Asien mit der Produktion von Kartonplättchen früher begann als in Europa. In Europa dagegen wurde man auf Spielkarten erstmals 1367, durch ein Verbot dieser, in der Schweiz aufmerksam. In Bern nannte man das Kartenspiel „Gebetbuch des Teufels“. Der Grund für diesen abwertenden Namen kann ich mir nur damit erklären, dass die Leute wahrscheinlich ihre ganzen Besitztümer beim pokern verzockt haben.  Unklar ist jedoch wie sie überhaupt den weiten Weg nach Europa geschafft haben. Wahrscheinlich haben sich Reisende abgeguckt wie sich die Leute aus dem Orient die Zeit vertreiben und diese Idee dann nach Europa gebracht.

Genug von dem geschichtlichen Teil! Viel wichtiger ist zu wissen was die Symbole Kreuz, Pik, Herz, Karo für eine Bedeutung haben und warum es 52 Karten in einem Spiel gibt?

Das Motiv für die Entstehung des Kartenspiels ist das Kalenderjahr. Dabei sollen die vier Symbole, die vier Jahreszeiten repräsentieren. Ein normales Spiel enthält 52 Karten… na hat es KLICK gemacht? J… richtig genau so viele Wochen hat auch das Kalenderjahr. Diese Behauptung ist zwar nicht belegt jedoch passt sie schön ins Bild weshalb es nicht unerwähnt bleiben soll.

Das Design der Spielkarten wie wir sie heute kennen wurde von dem französischen Kartenspiel abgeleitet. Mit den ersten Verfeinerungen des Kartenspiels begannen die Amerikaner im 19 Jh. Sie kamen auf die Idee die Karten diagonal gespiegelt zu bedrucken, welches das lästige drehen der Karten überflüssig machte.

Das weltweit führende Unternehmen im Bereich Spielkartenproduktion ist die United States Playing Card Company (USPCC). Eines der wohl weltweit populärsten Spiele ist das „Bicycle“ Spiel. Der Name „Bicycle“ dieses Spiels stammt von Fabrikarbeiter Namens „Gus Berens“. Er schlug diesen Namen vor, weil zu dieser Zeit gerade das Fahrradfahren stark im Trend war. Auch heute noch ist das Bicycle Spiel eines der weltweit beliebtesten Kartenspiele für Zauberer.

Falls ihr mehr über das „Bicycle Deck“ erfahren möchtet lest mein Deck Review zu dem Spiel.

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